Die Gesellschaft

Die Gesellschaft In was für einer Gesellschaft wachsen die Kinder überhaupt auf? Es scheint als seien materielle Dinge wichtiger als das Leben an sich. Wer von ihnen sieht heute noch einen Jungen geschweige denn ein Mädchen in dem jungen Alter von 10 Jahren draußen spielen und die Welt entdecken? Richtig, keiner von ihnen und genau das ist das Problem. Es ist halt einfach nicht mehr „cool“ genug auf Bäume zu klettern oder im Matsch zu spielen weil die anderen es ja eh sofort mitbekommen durch das so genannte Social Media, einem Netzwerk, welches es einem angeblich leichter machen soll mit anderen in Kontakt zu bleiben. Doch das Resultat dieser nach meinem Ermessen eher „Unsocial Media“ getauften Projekts ist das genaue Gegenteil. Durch den stark ausgeprägten Wunsch etwas im Internet zu „sein“ wird das wahre „Sein“ völlig vergessen. Es geht mehr darum wie viele Aufrufe das neue Profilbild hat als darum, wie viele Anrufe man von seinem besten Freund gekriegt hat. Wahrscheinlich würde ein junger Erwachsener das Wort Anruf gar nicht mehr mit dem telefonieren verbinden sondern es mit dem Begriff Aufrufen missverstehen. Diese immer größer werdende Lücke zwischen dem wahren Leben und dem „online“ Leben verschwimmt immer mehr. Die virtuellen Freunde werden als Statussymbol gesehen, um vor den wenigen echten Bekanntschaften anzugeben wie beliebt man doch ist. Aber wie beliebt ist man eigentlich? Tja, das ist die Frage. Wohl eher weniger. Zumindest im realen Leben. Die echten Freunde haben sich schon längst von dir verabschiedet weil du es als wichtiger erachtet hast auf den unglaublich tollen Status deiner neuen Bekanntschaft zu antworten als ein aufrichtiges Gespräch zu führen. Natürlich hat da keiner Lust mehr mit dir zusammen zu sein wenn das Handy öfter an ist als der Mund auf. Wahre Werte sind selten wie der Anblick eines spielendes Kindes. Viele Menschen gucken dich mit einem Blick an als wärst du ein außerirdisches Wesen wenn du ihnen die Tür aufhältst oder ihnen sogar den Vorrang an der Einkaufskasse gewährst. Solche Werte oder gar Tugenden gehen verloren weil die Menschen gar keine Zeit mehr für diese Seite des Lebens haben. Die gute Seite. Sie hetzen von Meeting zu Meeting, von U4 zur U3 und von der Frau zum Kindergarten. Selbst die Menschen, die noch eine andere Erziehung erfahren haben werden durch die Laune der Menschen außerhalb beeinflusst. Man mag überhaupt nicht mehr nett nach etwas fragen weil die Antwort genau so pampig kommt wie das Essen, was sich diese Person später zubereitet. Wen wundert es also das die Gesellschaft immer weiter in Richtung des sozialen Abgrunds gedrängt wird. Die Politik anscheinend nicht. Sie diskutiert lieber darüber, wie viel Geld der neue Vorstandschef bekommt anstatt sich über die relevanten Themen zu widmen. Anstatt den Helden des Jahres nach Deutschland zu holen, der so einen unglaublichen Einblick in die wahren Machenschaften der Mächtigen gegeben hat weigern sie sich das zu tun da es die Beziehung zum Ausland schwächen könnte. Stimmt, das ist natürlich wichtiger als die pure Wahrheit und die Bereicherung die diese Person uns gebracht hat. Alles Idioten. Jeder hat Angst vor sich selber wenn die großen „Tiere“ Abends in Bett gehen. Sollen die sich lieber darüber aufregen, in was für einem beschissenen Reifen sie sich grade rollend den Abgrund nähern anstatt sich darüber aufzuregen, mit was für einem Reifen das Auto des Jahres fährt, denn das Auto hat immerhin eine Bremse.

18.2.14 20:43

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